Liebe Gemeinde!

Die Anlässe zu feiern gehen scheinbar nicht aus. Nach dem Marienmonat Mai mit seinen Feiertagen und vor allem der feierlichen Erstkommunion. Danke allen, die dies zu einem gelungenen Fest gemacht haben!

Der Monat Juni gibt gleich an mehreren Tagen Anlässe zu verschiedensten Feiern. Pfingsten und Fronleichnam beispielsweise. Mit dem Pfingstfest feiern wir den Heiligen Geist. Jesus Christus, an Himmelfahrt heimgekehrt zum Vater, sendet uns den Heiligen Geist als seinen bleibenden Beistand. In Taufe und Firmung wird er uns zugesagt und geschenkt. An Pfingsten feiern wir, dass Jesus ihn über seine Jünger ausgießt, alle so als Christen „begeistern“ will. Der Heilige Geist, das ist die Person des dreifaltigen Gottes, die sich so schlecht begreifen oder erklären lässt, die kaum zu beschreiben ist. Doch die Bilder, mit denen der Geist Gottes dargestellt wird, lassen erahnen, welche Kraft buchstäblich darin steckt und verborgen liegt. Feuer, Feuerzungen, Sturm – das drückt die große Kraft aus, die im Geist Gottes steckt, die sein Geist auch in uns wecken will. Die Kraft, mit der Gott uns erfüllt. Aber auch im leisen Säuseln, im Hauch, im leichten Wehen wird Gottes Geist spürbar. Eben nicht nur im Großen, oft auch im Kleinen, im Stillen ist viel von Gott und seiner Zuwendung im Heiligen Geist spürbar. All das feiern wir am Pfingstfest. Am Vorabend auf besondere Weise als Open-Air-Gottesdienst am Landschaftssee in Uchte.

Am Pfingstsonntag ist neben dem Hochamt (in Stolzenau) auch ein ökumenischer Gottesdienst. Der Flecken Liebenau feiert 850 Jahre. Das wird neben einem bunten Festprogramm auch mit einem Gottesdienst begangen, den wir in ökumenischer Verbundenheit feiern. Auch ein Zeichen, dass Gottes Geist weht und verbindet. Am Pfingstmontag gibt es dann nach dem Hochamt  in Steyerberg das traditionelle Pfingst-Eier-Essen. Eine Tradition die mir bislang unbekannt war und wo ich gespannt bin sie kennen zu lernen. Also eine große Vielfalt, die wir am Pfingstfest feiern. Wenn da Viele begeistert dabei sind und mitfeiern wird Gottes Geist und seine belebende Kraft spürbar.

Dass Gott uns seine Kraft schenkt, feiern wir immer wieder in der Eucharistie. Äußerlich zum Ausdruck kommt das zum Fronleichnamsfest, wo wir gemeinsam als Pfarrei in Prozession das Wertvollste was wir haben, durch die Straßen unserer Gemeinde tragen. Quasi eine Demonstration unseres Glaubens. Am Sonntag nach dem Fronleichnamstag ziehen wir nach dem Festhochamt um 10.00 Uhr in St. Georg in einer Prozession durch den Ort. Dort, wo ich seit einem halben Jahr wohne, in der Pfarrei, in der ich seit November tätig sein darf.

Ich selber feiere ganz persönlich in diesem Monat auch ein Fest. Vor 40 Jahren erblickte ich am 21. Juni im Jahr 1977 das elektrische Licht des Kreissaals. Meinen 40. Geburtstag möchte ich am Samstag, 24. Juni dann begehen in lockerer Runde. Die Vorabendmesse um 18.30 Uhr in St. Georg möchte ich nutzen, um Gott für seinen Segen und die vier Lebensjahrzehnte Dank zusagen. Im Anschluss gibt es im Garten draußen dann Grillwurst und Getränke. Mit Freunden, Familie, Gemeinde und Bekannten, nach dem Motto „wer kommt, der kommt...“

Wer überlegt mir etwas zu schenken,
möge gern das aufgestellte Sparschwein bedenken.
Viele Anschaffungen standen beim letzten Umzug an,
dafür ich es dann verwenden kann.
Auch das wäre ein guter Rat,
ich investiere es in ein neues Fahrrad.

 

Persönlich und kirchlich gibt es also Grund zu Fest und Feier. Dass wir darüber den nicht vergessen, der uns Grund zur Freude ist. Gott sei Dank!

Ihr und Euer Pfarrer Christoph Konjer.

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