Gelobt sei Jesus Christus!

Frohe Ostergrüße an alle Schwestern und Brüder!

Liebe Besucher der Homepage. Die April-Ausgabe des Pfarrbriefes  erscheint rund um das Osterfest.
Die vierzigtägige Fastenzeit erreicht nach dem Palmsonntag mit der Karwoche ihren Höhepunkt.
Fastenzeit, eine Zeit der Nachdenklichkeit, der Besinnung und des Verzichtes. Damit dann Ostern umso bewusster gefeiert werden kann. All das entfaltet sich in der Feier der österlichen Tage. Ein so dichtes Geschehen, dass es sich nicht in eine Feier, in eine Liturgie alleine fassen lässt. Das Triduum erstreckt sich daher über drei Tage. Vom Gründonnerstag über den Karfreitag bis zur Osternacht. Wir halten mit Jesus zur Abendstunde des Gründonnerstag das Abendmahl und Feiern die Einsetzung der Eucharistie verbunden mit dem demütigen Zeichen der Fußwaschung. Wir sind eingeladen in der Ölbergwache mit Jesus zu wachen und zu beten.
 
Am Karfreitag halten wir zur Todesstunde Jesu am Nachmittag die Feier seines Leidens und Sterbens, in der die Passion, die großen Fürbitten und die Kreuzverehrung im Mittelpunkt stehen. Am Karsamstag halten wir die Grabesruhe. Die Osternacht ist dann der Höhepunkt. Mit dem Osterfeuer und dem Entzünden der Osterkerze begrüßen wir Christus und das Licht der Auferstehung verbreitet sich. Die biblischen Texte und Lesungen entfalten das Heilsgeschehen Gottes mit seinem Volk. Alles erstrahlt in festlichem Glanz und Schmuck. Zum kräftig gesungenen Gloria ertönen wieder die Orgel und das Festgeläut der Glocken, die seit dem Gründonnerstag geschwiegen haben. Die Taufwasserweihe und Segnung des Osterwassers verdeutlicht das Geschenk der Taufe und die Erneuerung der Gnade, die uns Christen damit geschenkt ist. Wir sind hineingenommen in die Gemeinschaft mit Jesus. Er teilt das Leben der Menschen, von der Geburt bis zum
Tod. Bis ins Grab und – Gott sei Dank – bis zur Auferstehung. Diese Hoffnung ist uns allen schon in der Taufe zugesagt, das feiern und erneuern wir an Ostern. Die Freude bricht sich Bahn nach der stillen, besinnlichen und eher traurig und nachdenklich anmutenden Fastenzeit und Karwoche. Wir sind eingeladen, den
Weg Jesu mitzugehen, äußerlich und innerlich.
 
Kein Ostern ohne Karfreitag, keine Auferstehung ohne Leid und Tod. Kein Fest ohne die Vorbereitung, kein Anlass ohne den vorherigen. Das Heilsgeschehen Gottes mit uns Menschen, das wir in diesen Tagen feiern, baut ganz dicht aufeinander auf. Daher ist es schön, diese Anlässe, Feiern und Gottesdienste möglichst
bewusst mitzufeiern. Erscheinen sie Manchem losgelöst und als einzelner Gottesdienst schon ansprechend, gewinnen sie erst ihren vollen Sinn und entfalten ihre tiefste Wirkung, wenn wir sie in Gänze und Schritt für Schritt mitgehen, mitfeiern und mitvollziehen. Daher herzliche Einladung, die Gottesdienste und liturgischen
Anlässe mitzufeiern und sich mit hineinnehmen zu lassen in das große Geheimnis, das wir feiern. Es erschließt sich im Mitvollzug. Es braucht kein Geheimnis zu bleiben. Dann kann sich aus der Ratlosigkeit, Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit die uns oft umgibt und nicht selten auch erfüllt, eine tiefe, echte und wahre Freude, Zuversicht und Hoffnung breit machen. Ostern zeigt: Der Tod ist tot, das Leben lebt. Halleluja!
 
Bis zum Osterfest noch ein besinnliche Fastenzeit, eine gute Karwoche und dann ein fröhliches Osterfest. Ihnen und euch allen den Segen des Auferstanden!

Ihr und Euer Pfarrer Christoph Konjer.

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