Oktober – Rosenkranzmonat

Ganz klassisch und  traditionell  ist der Oktober als Rosenkranzmonat bekannt. Auch wenn die Praxis des Ro- senkranzes längst nicht mehr so vertraut ist. In einem früheren Pfarrbrief war der Rosenkranz bereits Thema. Im Gotteslob ist er beispielsweise ausführlich und anschaulich unter Nummer 4 dargestellt. In unserer Pfarrei hat das Rosenkranzgebet bei vielen noch einen festen Platz und wird verschiedentlich gepflegt. Ob vor manchen Werktagsmessen (wie in Liebenau), im Rahmen einer Andacht bei der „Zeit für´s Gebet“ am Donnerstag in Stolzenau oder im persönlichen Gebet oder ...

Im Monat Oktober gibt es vielerorts oft zusätzlich eigene Rosenkranz-Andachten. In unserer Pfarrei wurde er häufig vor den Sonntagsmessen in den Kirchen gebetet. Diese Form war aber für viele nicht ganz zufriedenstellend. Es fanden sich an den vier Kirchorten mitunter nur schwer Vorbeter/innen. Zudem gab es Überschneidungen mit dem Glockengeläut vor der Messe. Das beten war so schlecht zu verstehen, doch auf den Ruf der Glocken und dessen Einladung zum Gottesdienst sollte auch nicht verzichtet werden. Aber auch die Anzahl der Teilnehmer oder besser Mitbeter war oft nur gering, häufig begann der Vorbeter allein, während erst nach und nach Leute dazukamen (Ob extra zum Rosenkranz oder „einfach nur“ zur Messe?). Ruhiges be- wusstes mitbeten kann anders aussehen. Der Liturgieausschuss hat daher für dies Jahr eine andere Form abgestimmt. In allen Sonntagsmessen im Oktober wird an Stelle der Danksagung der Rosenkranz integriert. Es sollen dann jedoch nicht jeweils alle 10 „Gegrüßet seist du Maria“ pro Gesätz gebet werden um die Zeit im Rahmen zu halten. Aber die Grundform des Rosenkranzes soll so bewahrt und mehr Menschen zugänglich gemacht werden.

Zu den Messen soll zudem die Möglichkeit bestehen, einen Rosenkranz zu erwerben (um ihn dann gleich „einzubeten“?!).

Der Oktober kann so vielleicht neu zu einer Entdeckung als Rosenkranzmonat werden. Denn der Rosenkranz ist eben mehr als Schmuckstück, das wie eine Kette getragen wird.

Weniger als Kette umgehängt, vielmehr können wir unsere Gedanken, Bitten und Anliegen mit an die verschiedenen Gesätze „hängen“ und im Gebet vor Gott bringen. Eben auch mehr als eine Zierde an der Ordenstracht der Thuiner Schwestern (siehe Titelbild). Die Perlen sollen weniger Schmuck als Stütze fürs Gebet sein. So kann der Rosenkranz selber zur Zierde für das persönliche oder/und gemeinschaftliche Gebetsleben werden.

Einen guten gesegneten Rosenkranzmonat wünsche ich!


Ihr und euer Pfarrer Christoph Konjer

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