Sommerzeit - Ferienzeit – Urlaubszeit – Freizeit – Zeit...

Liebe Gemeinde,

eine ganz eigene Zeit erleben wir gerade. Weniger liturgisch und kirchlich, da ist nach Fasten- und Osterzeit jetzt „ganz normal“ die sog. „Zeit im Jahreskreis“ ohne große geprägte Zeiten und Feste, die es vorzubereiten oder nachklingen zu lassen gilt. Aber die Sommerzeit hat auch so ihr eigenes Gepräge.

Für die Schüler geht das Schuljahr zu Ende und die ersehnten Sommerferien beginnen. Für manche endet gar die Schulzeit und sie feiern Schulabschluss. Dazu allen zum bestandenen Abschluss Gratulation und Segenswunsch. Und Kopf hoch und erst recht Gottes Beistand für alle, bei denen es nicht gelangt hat.

Die Sommerferien können für viele eine Zeit der Erholung und des Aufatmens sein. Urlaubszeit auch für viele Arbeitnehmer. Auf dass es eine Zeit zum Auftanken für Körper und Seele sein kann. Eine spannende und schöne Zeit haben hoffentlich auch die Teilnehmer und alle, die unsere Freizeit dieses Jahr erleben. Nach Zitterpartie kann die Fahrt dies Jahr so grade dann doch noch mal stattfinden. Danke dem Freizeitenteam und allen, die dies ermöglichen und dafür auch einiges an Zeit investieren. Aber auch für alle, die keine Zeit oder Möglichkeit für Fahrt, Urlaub oder Unterwegssein haben, für alle daheim und im Alltagstrott wünschen wir, dass dennoch Zeit bleibt für die kleinen Erholungsmomente und „Auszeiten im Alltag“.

Vielleicht bleibt ja auch mal Zeit für Gott? Bei der Urlaubsfahrt und dem Sightseeing eine Kirche nicht nur aus kulturellen oder historischen Gründen besuchen, sondern mal ein kurzes Gebet wagen oder einfach mal still eine Kerze entzünden... 

Zeit für Freunde und Familie nehmen, warum dann nicht auch mal als Geschwister Jesu und Kinder Gottes für Jesus unsern Freund und Gott unsern Vater... Zeit für den, der Zeit und Ewigkeit gemacht hat. Vielleicht wird es ja auch mal wieder höchste Zeit für...

„Zeit hat man nicht, Zeit nimmt man sich“, so lautet ein von mir gern zitierter Satz. Aber wofür habe ich Zeit, was raubt mir Zeit, was kostet Zeit, wofür nehme ich mir bewusst Zeit, in was investiere ich gern Zeit... Diese Sommerzeit mit ihren langen (hoffentlich schönen und sonnigen) Tagen kann da ja mal die Zeit neu bewusst machen.

Wenn dann die Ferienzeit zu Ende geht, beginnt für viele eine neue Zeit. Die Schulzeit geht (wieder) los, vor allem für die Schulanfänger beginnt ein neuer Lebensabschnitt. Dazu einen guten Start und Gottes Segen für den Neuanfang. Den wünschen wir auch denen, die Ausbildungsbeginn haben oder ein Studium aufnehmen oder sich sonst beruflich oder privat verändern und Neuanfang wagen.

Zeiten ändern sich, der Lauf der Zeit lässt sich nicht aufhalten, auch wenn wir manchmal die Zeit gern zurückdrehen möchten, manche Zeit wie im Fluge vergeht oder sich manch Augenblick quälend langsam zieht. „Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit...“. Egal was die Zeit jedem von uns auch bringen mag, erleben wir sie als geschenkte Zeit.

Auf jeden Fall allen eine gesegnete Zeit!

Ihr und euer Pfarrer Christoph Konjer

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