Advent und Weihnachten – die Ankunft Gottes

Advent und Weihnachten – die Ankunft Gottes

Liebe Gemeindemitglieder unserer Pfarrei St. Christophorus,

mit dem Advent bereiten wir uns auf das vor, was wir an Weihnachten feiern: Das Geburtsfest Jesu, die Menschwerdung Gottes. Wörtlich übersetzt bedeutet „Advent“ Ankunft. Damit meinen wir Christen die Ankunft Gottes in seinem Sohn Jesus Christus.

Bei „Ankunft“ denke ich unwillkürlich auch an Zug- und Bahnverkehr, da ist die Ankunft leider oft verspätet und unpünktlich. Oft verpassen wir den Anschluss, der Zug ist abgefahren. So geht es manchen wohl auch mit Gott, Glaube und Kirche. Dabei will Gott immer wieder neu bei uns ankommen. Jedes Jahr feiern wir aufs Neue das Geburtsfest des Gottessohnes. Doch für den ein oder anderen scheint das Weihnachtsfest leer und ohne Sinn geworden zu sein. Kommt Gott bei uns an? Diese Frage scheint mir wichtiger als die, ob Kirche ankommt, ob sein Bodenpersonal an- kommt. Vor nunmehr gut einem Jahr bin ich angekommen in der Pfarrei St. Christophorus. Mir geht es dabei nicht darum, dass ich ankomme, sondern dass durch unser eigenes und manchmal bruchstückhaftes Mithelfen Gott ankommen kann. Dass seine Ankunft erlebt und erfahren werden kann.

An manchem rauscht das vorbei, wie ein ICE oder ein Schnellzug, manchem geht Veränderung und Neuaufbruch zu schnell und rasant, in der Pfarrei vor Ort wie in der Kirche allgemein. Anderen wiederum kommt Kirche, Gemeinde und Glaube wie ein Bummelzug vor; da bleibt manches auf der Strecke, was an Neuerungen wünschenswert und an Wandel gut täte. Andere verstehen nur Bahnhof, wenn es um Predigt, Glaubensverkündigung oder Katechese geht. Manche verpassen den Anschluss, andere steigen aus. Aber Gott kommt an, immer wieder, immer wieder anders, immer wieder neu. Es gibt eben verschiedene Wege, wie Gott bei uns ankommt. Gott wird Mensch. Und sind seine Wege und seine Ankunft so vielfältig wie wir Menschen. So bunt und unterschiedlich, wie es beispielsweise die Krippendarstellungen sein können (vgl. Katechetische Seite). Wir feiern jedes Jahr Advent und Weihnachten. Gottes Fahrplan aber geht über unsere Vorstellung von Zeit und Ewigkeit. Der Fahrplan wurde ja schon bei Maria durcheinander gewirbelt, die plötzlich und unerwartet schwanger wurde mit dem Gottessohn. Gottes Ankunft wirbelt manchmal auch den Fahrplan meines Lebens durcheinander. Für den einen mit Bummelzug, bei dem anderen per Express. Seine Ankunft kann auch bei uns passieren, egal ob nach Fahr- plan pünktlich zum Weihnachtsfest oder zu anderen Zeiten. Gottes Streckennetz reicht dabei vom Himmel zur Erde, von Bethlehem bis Stolzenau, über Liebenau und Steyerberg bis Uchte und  ... Ankunft Gottes, damals wie heute.

Advent und Ankunft Gottes mit dem Weihnachtsfest. Dass dies jede/r auf eigene Weise erfahren kann und es zu einer beglücken- den Begegnung werden kann wie die Wartenden am Bahnsteig, welche die Anreisenden oft voll Sehnsucht und Vorfreude erwarten. Freuen wir uns auf die Ankunft Gottes im Advent. Freuen wir uns über seine Ankunft am Geburtsfest Jesu an Weihnachten. Damit Gott voll Freude bei uns ankommen kann.

Ihnen und Euch allen mit einem herzlichen Gruß vom Team aus dem Pfarrhaus eine besinnliche Adventszeit, ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und Gottes Segen für das neue Jahr!

 
Eine so gesegnete Zeit
Ihr und euer Pfarrer Christoph Konjer

 

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